Übersicht 4
KUNSTNETZNRW
Schnell, umfassend und aktuell informiert das Internetprojekt http://www.kunstnetznrw.de über mehr als sechzig Künstlerinnen und Künstler aus 46 Mitgliedstädten des Kultursekretariats NRW Gütersloh. Idee und Realisierung kommen aus dem Künstlerdorf Schöppingen.
Zu sehen sind jeweils drei typische Arbeiten der einzelnen Künstler/innen. Wer sich genauer informieren möchte, klickt auf den redaktionellen Teil mit Daten zu Lebenslauf, Auszeichnungen und Ausstellungen der einzelnen Künstler/innnen. Vertreten sind alle Sparten der bildenden Kunst.
Auswahl
46 Städte aus dem Kooperationsverbund Kultursekretariat NRW Gütersloh haben für das KUNSTNETZNRW Künstler/innen mit Verbindungen zu ihrer Stadt gemeldet. Eine Auswahlgruppe von Experten hat vor einigen Monaten die am besten für eine Präsentation im Internet geeigneten Künstler/innen zusammengestellt. Das KUNSTNETZNRW ist als offene und erweiterbare Plattform angelegt, die kontinuierlich aktualisiert wird. Alle bisher abrufbaren 66 Künstler/innen wohnen in den Mitgliedsstädten des Kultursekretariats NRW Gütersloh, bzw. stammen von dort oder haben ihr Atelier vor Ort.
Inhalte
Wer die Anschrift www.kunstnetznrw.de aufruft, wird problemlos einen Überblick zum Kunstschaffen und zu den Künstlern der Mitgliedsstädte gewinnen. Alle Sparten und Genres sind in dieser virtuellen Galerie zur NRW Kunst vertreten: Malerei, Skulptur, Objekte, Installationen, Fotografie, Videoarbeiten, Konzeptarbeiten. Dabei ist das KUNSTNETZNRW gleichzeitig virtuelle Galerie, aktuelle Datenbank, Informationsdrehscheibe zu den Künstlern/innen in den Mitgliedstädten und Verbindungs- und Kontaktplattform. Eine Newsletterrunde liefert aktuelle Ausstellungstermine, ein integrierter Shop soll schon im kommenden Jahr die informative Seite dieses Angebots erweitern und Kunstwerke und Kataloge zum Verkauf anbieten. Ziel des KUNSTNETZNRW ist es, alle Vorteile und praktischen Lösungen des Internets für ein effektives Netzwerk der Künstler/innen aus den Mitgliedsstädten zu nutzen und diese Seite als zentrales Gebrauchs- und Kontaktmedium für alle Fragen zum Kunstnetzwerk der Künstler aus den Mitgliedstädten zu etablieren.
Nutzung
Die Künstlerporträts bieten im konzentrierten Überblick biographische Daten und Ausstellungsübersichten. Sie informieren daneben über aktuelle Ausstellungen und kommende Projekte der einzelnen Künstler/innen. Die Suche nach Künstler/innen-Namen, nach Orten, aber auch nach Sparten und Arbeitsweisen ist einfach und umfassend. Einem zentralen Anliegen entspricht auch die Möglichkeit, schnell und direkt über einen E-Mail-Link mit den Künstler/innen oder deren Galeristen in Kontakt zu kommen. Die Verbindungslinks zu den eigenen Webseiten der Künstler/innen erweitern das Angebot und erlauben schnell eine Vertiefung des Erstkontaktes.
Nach den bisherigen Erfahrungen wird das Medium des Internets von den entscheidenden Fachleuten im Kunstbetrieb zunehmend genutzt. Das gilt sowohl für die Seite der Recherche, wenn z.B. Kunstredakteure sich ein schnelles und kompetentes Gesamtbild von einer Kunstregion machen wollen, als auch für Kuratoren und Ausstellungsmacher, wenn es um Ausstellungsprofile oder themenzentrierte Projekte geht. Darüber hinaus bietet diese Webseite die Chance für Mäzene, Förderer und Kunstsammler, Neues zu sehen und zu entdecken. Damit spricht sie neben der allgemeinen Öffentlichkeit auch den fachspezifischen Nutzer in ganz besonderer Weise an. Gerade für diesen Bereich ist die internationale "Sichtbarkeit" einer Region im Internet bedeutsam. Daneben sind auch viele der im KUNSTNETZNRW vertretenen Künstler/innen auf der internationalen Ausstellungsbühne präsent. Für die Künstler/innen selbst ist der Faktor "Aufmerksamkeit" eine der wichtigsten „Währungen“ im Kunstbetrieb, und so steht auch bei dem neuen Web-Angebot des Kultursekretariates NRW Gütersloh der Gedanke der Künstlerförderung im Vordergrund.
„Übersicht 4“
Im Rahmen der Real-Ausstellung "Übersicht 4" nutzen fast alle der am Internetprojekt KUNSTNETZNRW beteiligten Städte den Online-Start, um die beteiligten Künstler/innen aus ihrer jeweiligen Stadt auch mit einem originalen Kunstwerk vorzustellen und mit dem gleichzeitigen Zugriff auf einen Internet-PC zum Besuch der Webseite www.kunstnetznrw.de einzuladen. Der komplette Netzwerkgedanke - Information, Austausch und gegenseitiges Kennenlernen - kann so den direkten Schritt von der realen Ausstellungswelt in die virtuellen Möglichkeiten des Internet tun: lokale und globale Ebene zeigen sich direkt vor Ort als gemeinsame, eng verzahnte Angebots- und Kommunikationsfelder, die mit der neuen Online-Präsentation ermöglicht werden.
Förderer
Gefördert wird KUNSTNETZNRW aus Mitteln des Ministeriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW und von der Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW.
Kunstverein Münsterland
Der Kunstverein Münsterland ist an „Übersicht 4“ mit einer temporären Ausstellung von Arbeiten des in Lüdinghausen lebenden Bildhauers Manfred Hoinka (geb. 1939) beteiligt. Parallel zum normalen Ausstellungsbetrieb wird in einer Sonderausstellung eine Auswahl von aktuellen Plastiken des Künstlers gezeigt.
Hoinkas medidativ anmutender Ansatz impliziert gleichermaßen die Gestaltung und Zerstörung plastisch geformter Objekte. Ausgehend von einer ungeformten Masse Tonerde entstehen zum einen in einer selbstreflexiven Arbeitsweise ausschließlich von Hand und ohne technisches Hilfswerk geformte Würfel, die mit ihrer formalen Gestalt ihre Entstehung auf der Grundlage einer Verdichtung und Deformierung der plastischen Masse verraten. Andere Arbeiten Hoinkas zeugen von der Emotionalität und einer geradezu körperlich spürbaren Sinnlichkeit der künstlerischen Schaffensprozesses. Mit seinen Plastiken gelangen Darstellungswerte zum Ausdruck, die um Themen wie die äußere und innere Verletzlichkeit von Körpern, Gestaltwerdung und Vergänglichkeit materieller Dingwelten sowie um das dialektische Verhältnis zwischen geformter und ungeformter Materie kreisen.
„Einen Lehmwürfel zu Staub zerschlagen – aus diesem Material einen Würfel geformt“
In Hoinkas Plastiken, die in ihrer Gegenwärtigkeit verschiedene Werkprozesse beschreiben – vom ungeformten Lehmklumpen über den regelmäßig gearbeiteten, zusammengepreßten Würfel bis hin zur freien Ansammlung von Lehm- oder Steinstaub - spiegelt sich so die Genese allen Lebens in ihren allseits sichtbaren Formen und Zuständen.
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