Umformt Gesetzt - Gemalt Verbunden. Malerei
In den Bildern Günter Malchows (geb. 1955) findet die malerische Wirkung der Farbe und eine klar gegliederte Flächenstruktur zu einer eindrucksvollen Synthese. Malchow legt die Farben schichtweise übereinander, läßt Hintergründe hindurchschimmern und macht die Farbhaut transparent, um so den Bildern eine räumliche Tiefe zu verleihen und deren Oberfläche zu beleben. Dem gleichmäßig geschlossenen, dann wieder freien, fast gestischen Farbauftrag antwortet ein eher streng geregelter Bildaufbau, der die Farben in ein ausgewogenes Schema aus horizontalen und vertikalen Bildwerten einbindet. Die Bildfläche ist dabei häufig aus mehreren Teilen zusammengesetzt, ihr Aufbau ähnelt architektonischen Prinzipien und macht die im Arbeitsprozeß angelegte Serialität der Malweise bewußt. Malchow geht es um die Bildung von farbigen Bezugssystemen auf der Basis von genau festgelegten Setzungen einzelner Farbsegmente, die sich zu einer tektonischen Form zusammenschließen.
Die Malfläche erhält eine harmonische Gliederung durch Streifen, Quadrate und Rechtecke, die das Bildfeld mit einem rational geregelten System aus geometrischen Grundelementen verspannen. Durch die Interaktion der Farben wird der Blick des Betrachters in Bewegung versetzt, was zur Folge hat, daß man mit der Dynamik des Farberlebens zugleich ein intensives Gefühl für die räumliche Wirksamkeit dieser Bilder entwickelt.
Mit den aktuellen Arbeiten Günter Malchows wird die Verräumliehung der Farbe weiter vorangetrieben. Kubische Flächenformen werden in die vorgegebene Malfläche eingefügt, um damit deren materielle Geschlossenheit aufzubrechen und der Malerei auf diese Weise eine weitere, spezifische Ausdrucksdimension zu verleihen.
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